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„Impat-Coaching“: kleine Maßnahme mit großer Wirkung

Impats? Über dieses Wort wird man in Zukunft immer häufiger stolpern, denn die Bedeutung des globalen Personalaustausches wächst stetig. Impatriates – kurz Impats – sind ausländische Fach- und Führungskräfte, die aus den internationalen Niederlassungen eines Unternehmens nach Deutschland entsendet werden. Also sozusagen das Gegenstück der Expats, also deutsche Mitarbeiter, die für ihr Unternehmen einige Jahre ins Ausland gehen.

Die Unternehmen investieren in der Regel eine Menge Zeit und Geld in Dienstleistungen, die dem Impat und seiner Familie einen guten Start in Deutschland ermöglichen sollen. Sie bekommen eine Relocation-Firma zur Seite gestellt, die bei Wohnungssuche und Behördengängen hilft. Deutschkurse und diverse Weiterbildungen werden bezahlt. So beginnt der Einsatz meist auch sehr positiv. Die Kollegen und Vorgesetzten sind offen und hilfsbereit, und der Geschäftsalltag scheint nicht viel anders als in der Heimat abzulaufen.

Aber nach zwei, drei Monaten fangen die Probleme an. Denn unter der Oberfläche des sichtbaren und auf den ersten Blick oft sehr ähnlichen Business-Verhaltens lauern ganz unterschiedliche kulturelle Prägungen. Und diese bestimmen letztendlich, wie wir denken und handeln.

Das „fremde“ Verhalten der deutschen Kollegen kann dann ziemlich verstörend wirken. Ein Mitarbeiter aus Russland erzählte mir im Coaching “Ich kann mir das Verhalten meines Chefs absolut nicht erklären. Ich fühle mich total alleingelassen mit meinen Aufgaben. Er fragt nie nach, wie meine Projekte laufen. Ich werde immer unsicherer, ob ich überhaupt gute Arbeit leiste. Meine deutschen Kollegen scheinen es aber ganz normal zu finden, dass sich der Chef so aus allem raushält.“

Als Reaktion auf dieses hilflose Gefühl wird dann oft das Gastland abgewertet. Eine koreanische Projektmanagerin beklagte sich „Die Deutschen arbeiten so langsam und ineffizient. Bei uns funktioniert alles besser! Es gibt auch keine echte Teamarbeit, jeder denkt nur an sich. Aber leider will meine Verbesserungsvorschläge hier niemand hören. Es ist einfach nur frustrierend.“

Wenn diese persönlichen und kulturellen Konflikte nicht aufgelöst werden, drohen Resignation und Rückzug. Oft wird der Aufenthalt vorzeitig abgebrochen, Projekte scheitern. Soweit muss es nicht kommen. Wenn dem ausländischen Mitarbeiter frühzeitig ein Coach zur Seite gestellt wird, können Unsicherheiten und Konflikte mit ein paar Coaching-Sitzungen nachhaltig reduziert werden.

Hier setzt mein Angebot „Impat-Coaching“ an: dabei werden in Einzelsitzungen Themen rund um die Arbeitssituation im interkulturellen Kontext bearbeitet. Ich coache „kultursensitiv“, das heißt, dass ich meine Coaching-Klienten erst einmal als individuelle Persönlichkeiten wahrnehme, aber bei Konflikten und Irritationen immer auch interkulturelle Aspekte mit einbeziehe. Auch die Coaching-Methode passe ich dabei an die Kulturstandards des Impats an.

Als Coach bin ich hier einerseits Vermittler zwischen den Kulturen. Anderseits werden im Coaching aber auch individuelle Themen wie Konflikte am Arbeitsplatz, Überlastung, Burn-out, Entscheidungsfindung, Motivations- und Sinnkrisen etc. bearbeitet.

Die Inhalte des Impat-Coachings sind also maßgeschneidert, sowohl auf die spezifischen interkulturellen Unterschiede, als auch auf die persönlichen Themen des ausländischen Mitarbeiters.

Die Coaching finden in der Regel in Englisch statt, ich biete aber auch Spanisch, Französisch und Russisch an.

Im Coaching werden dabei immer konkrete Ziele gesteckt und deren Umsetzung begleitet, damit der Mitarbeiter seine Aufgaben wieder besser wahrnehmen kann und die Entsendung erfolgreich abläuft – in seinem eigenen Interesse, und im Interesse des Unternehmens.

Denn über eines werden sich Unternehmen oft schmerzhaft klar: der Impatriate mit seinen Erfahrungen und deutschen Sprachkenntnissen ist zurück in seiner Heimat meist ein heißbegehrter Kandidat für andere internationale Unternehmen. Impat-Coaching ist also immer auch eine wirksame Retention-Maßnahme. Die Wertschätzung und Hilfe, die dem Mitarbeiter dadurch entgegengebracht wird, zahlt sich aus.

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